Projekte

Lebenswelt Aigen I Salzburg I 2012

3. Preis I 170 Wohneinheiten

Auszug Juryprotokoll

> Das Projekt besticht durch seine klare, zurückgenommene einfache und entwicklungsfähige Struktur. Die Baukörper sind entlang zweier Erschließungsachsen angeordnet bzw. mit diesen räumlich und funktionell verbunden. Die eine, im östlichen Bereich gesetzte „Kommunikationsader“, zieht geradlinig von Süd nach Nord als eine überdachte Spange und fädelt die einzelnen Gebäude und ihre unterschiedlichen Funktionsbereiche wie Dienstleistung, Gemeinschaftsraum, Arzt, gemeinsame Sitzbereiche, Fahrradabstellplatz, etc. auf. Die zweite Erschließungszone besteht in einer im Freien geführten Hauptdurchwegung im Inneren der Anlage und verbindet das südlich an der Olivierstraße situierte Sub- Zentrum mit dem nördlich anschließenden Areal der bestehenden Diakonie-Anlage.
Diese beiden Erschließungsachsen bzw. -zonen dienen der Orientierung, Kommunikation und der interaktiven Aneignung.
Baumassenverteilung, Dimensionierung der Baukörper, deren Körnung und Höhenstaffelung sind
stimmig und definieren eine klare städtebauliche Position. Die partielle Ausbildung von 5-geschossigen Baukörpern wird aus bauplastischer und städtebaulicher Sicht verträglich und akzeptabel bewertet, zumal dadurch keinerlei Nachbarbeeinträchtigungen entstehen.
Die gelungene Verzahnung der Frei- und Grünräume zwischen den Ost-West ausgerichteten Baukörpern mit dem östlich gelegenen Park mit seinem wertvollen Baumbestand stellt eine hohe Freiraumqualität dar. Wenngleich durch diese Anordnung der östlichen Baukörper die Verkehrslärmemission der Aigner Straße nicht bzw. nur gering abgeschirmt werden kann. Die Grundrisse sind gut funktionell und tauglich zugeschnitten. Die einfache, klare Architektursprache der dargestellten Fassaden sowie die serielle Typenbildung der Häuser lassen ein hohes Maß an Ökonomie in Betrieb und Herstellung erwarten.
Insgesamt ein Entwurf der in seiner Prägnanz, Klarheit und unprätentiösen Raumsequenzbildung ein hohes Maß an Innen- und Außenraumqualität anbietet und gute Benutzeridentifikation und - Zufriedenheit auch im Hinblick des intendierten Sozialkonzeptes erwarten lässt <

 
© 2007–2017 b83.at