Wettbewerb ÖBB Illrainhof | Anerkennungspreis

STÄDTEBAU
Der Illlrainhof wird im Sinne des „Weiterbauens“ des Bewährten als großzügiger städtischer Wohnhof angelegt.
Der neue Baukörper an der Klarenbrunnstraße interpretiert und ergänzt die Charakteristik des „Spritzerbaus“ neu. Die formale Prägnanz gibt dem Quartier eine Identität, die den ganzen Stadtteilaufwertet.
Der dreigeschossige Bestand am Illrain wurde durch neu eingefügte Baukörper in konstruktiven Holzbau ersetzt, da eine barrierefreie Ertüchtigung nur durch Verminderung von Wohnflächen möglich wäre.
Der Unterschied von Bestand und Neubau wird sichtbar und verweist in Form und Materialität des Holzbaus auf die Anforderungen zeitgemäßen, ressourcen-sparenden Bauens.
Zwei offene Ecken und großzügige Durchgänge ermöglichen Zugänge, Durchblicke und Verschränkungen des Hofs zu den angrenzenden Freiräumen.
Ein wesentliches Charakteristikum des Spritzerbaus stellt auch die Ausbildung einer ausgeprägtem Sockelzone – in Verbindung mit einem Hochparterre – dar. Die neue Bebauung nimmt dieses Konzept auf – das Erdgeschoß kann entweder die gewünschte gewerbliche Nutzung auf Straßenniveau mit 3,20 m Raumhöhe oder Wohnungen auf einem Hochparterre-Niveau 60 cm darüber enthalten. Die Fensterparapete der Wohnungen liegen somit ca.1,70 m über Niveau, die hofseitigen Terrassen sind höhenmäßig ebenfalls vom Hof abgesetzt. Dadurch wird auch im Erdgeschoß qualitativ hochwertiges Wohnen ermöglicht und es braucht keine Privatgärten und Zäune zur Distanzierung der Wohnung vom halböffentlichen Grünraum.
Außenraum und soziales Miteinander
Der Hof in Verbindung mit den Durchgängen ergibt ein schlüssiges Freiraumkonzept. Die Fahrräder können in den Durchgängen platziert werden – erdgeschoßig, nah an den Hauseingängen.
Gut einsehbare Kleinkinderspielplätze mit beschatteten Sitzbereichen gliedern den Hof in nachbarschaftliche Zonen, der Kinderspielplatz ist im südlichen Grünbereich außerhalb des Hofs verortet. Der (öffentliche) Spielplatz kann über das erforderliche Mindestmaß hinaus entlang der Bauverbotsgrenze zu einem abenteuerlichen wilden Bühel erweitert werden. Sämtlicher Baumbestand, auch die Birken bleiben erhalten
Wettbewerb ÖBB Illrainhof
Anerkennungspreis Wettbewerb 2024
ÖBB Infrastruktur AG
Innsbruck
9.500m²
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Schwarzenbacher Struber Architekten
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